Wollseifen - das tote Dorf     Google Earth

Wollseifen

zwischen Gemünd und Simmerath - Fußweg ab Vogelsang, beschildert
between Gemünd and Simmerath - walk from Vogelsang,                           signposted

das Gerippe einer Kirche, das Erdgeschoss der Volksschule, Fragmente einer Wegekapelle und ein Transformatorhäuschen - das ist alles, was von dem einst blühenden Eifeldorf Wollseifen übrig geblieben ist. (Bei den auf einigen Fotos zu sehenden "Häusern" handelt es sich um militärische Bauten, die für Straßen- und Nahkampfübungen errichtet wurden.) Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrten die Überlebenden heim in ihr Dorf und schufteten schwer um die schlimmsten Schäden zunächst notdürftig zu beseitigen und Wohnungen, Kirche, Schule und Versorgungsleitungen wieder in Betrieb nehmen zu können. Die ersten Wohnungen und Häuser waren wieder hergerichtet, die Heiligen Messen konnten wieder gefeiert werden, Äcker waren bestellt und auch war schon wieder Vieh in den Ställen anzutreffen; niemand ahnte, dass die Wollseiferner ein weiterer, furchtbarer Schicksalsschlag treffen sollte. Anfang August 1946 erhielten die rund einhundertzwanzig Familien, insgesamt mehr als 550 Personen, von den Britischen Streitkräften den Befehl, bis zum Ende des gleichen Monats -in weniger als drei Wochen!- ihr Dorf für immer zu verlassen. Das bereits im 12. Jahrhundert geschichtlich erwähnte Dorf stand der Einrichtung des Truppenübungsplatzes Vogelsang im Wege! Kann man sich etwas Schlimmeres vorstellen, als seine Heimat für immer aufgeben zu müssen? Ende 2005 übergab die belgische Kommandantur das seit 1950 unter ihrer Regie geführte "Camp Vogelsang" an die Bundesrepublik; damit ist auch Wollseifen erstmalig nach rund 60 Jahren wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf den Bildern 14 und 15 ist das Gehöft "Lehmkaul" zu sehen wo Herr Karl Heup, heute Vorsitzender des Traditionsvereins Wollseifen, aufgewachsen und auf Bild 15 als kleiner Junge rechts im Bild zu sehen ist. Von Lehmkaul, nahe an der Urfttalsperre gelegen, ist nichts mehr übrig außer dem Stamm des Kirschbaumes (Bild16). Die Bilder 17-18 zeigen Wollseifen im Winter vor der Katastrophe. Auf der nächsten Seite können Sie noch erhaltene Gegenstände und die Gedenkstätte von Wollseifen besuchen. Weitere Informationen und historische Bilder finden Sie hier. Als Mitglied des Fördervereins Wollseifen e.V. habe ich mich ehrenamtlich bereit erklärt, den Internetauftritt zu gestalten: Förderverein Wollseifen e.V. Hier erfahren Sie alles über den Fortgang der Instandsetzungsarbeiten und Aktivitäten rund um Wollseifen.
The framework of a church, the groundfloor of the elementary school, fragments of a small chapel and a transformer house was all that had survived in the once beautiful village of Wollseifen in the Eifel area. (The "houses" which are visible in some of the pictures are all military buildings for close combat excercise.)At the end of World War II the survivors went home to their village and worked very hard to repair the worst damage to dwellings,houses,the school and church, and also to restore the electric and water supplies. The most urgent repairs were completed, crops were growing again and cattle were again to be seen in the pastures when the villagers where stunned by another terrible shock. At he beginning of August 1946 a new military training camp was planned and unfortunately the village of Wollseifen, first mentioned in the 12th century, was situated in the middle of the planned area. The village would need to be destroyed and the ca. 120 families with 550 people were given only three weeks by the British Forces to vacate their homes, surely nothing could have been more hurtful. At the end of the year 2005 the Belgian Headquarters, who directed Camp Vogelsang since 1950, handed over the whole area to the Federal Republic of Germany, Thus there is again public access to the village of Wollseifen after 60 years. Pictures 14 and 15 show the farmstead "Lehmkaul" which was situated close to the shore of the Urft storage reservoir and where Mr. Karl Heup was born, now chairman of the Wollseifen Association. In picture 15 Mr. Heup is visible as young boy to the right. Nothing of "Lehmkaul" has survived but the stump of the cherry tree (image 16). Pictures 17-18 show Wollseifen in the winter before the disaster. On the following page you can see some objects and the Memorial of Wollseifen. Further information and historical pictures can be found here.





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